Neues Beitragsverfahren für freiwillig Versicherte

 

 

Viele Unternehmer sind freiwillig gesetzlich krankenversichert. Sie zahlen Beiträge in Höhe von 14,6 % ihres Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung. Hinzu kommen der krankenkassenabhängige Zusatzbeitrag (durchschnittlich 1 %) und der Pflegeversicherungsbeitrag (2,55 % bzw. 2,80 % für Kinderlose). Allerdings wurden die Beiträge bisher nicht nach dem aktuellen Einkommen bemessen, sondern nach dem im letzten Steuerbescheid ausgewiesenen Einkommen. Das ist nun anders. Für Selbständige, die freiwillig gesetzlich versichert sind, werden die Beitragszahlungen an die persönliche Einkommensentwicklung angepasst.

Ab 2018 gibt es zunächst vorläufige Beitragsvorauszahlungen auf Basis des letzten Steuerbescheids. In 2018 sind damit in der Regel Beiträge auf Basis des Bescheids für 2016 vorauszuzahlen. Sobald der Bescheid für 2017 vorliegt, werden die Vorauszahlungen ab dem nächsten Monat angepasst. Liegt der Steuerbescheid für 2018 vor, kommt es zur endgültigen Festsetzung und damit zu Nachzahlungen oder zu Erstattungen.

Beispiel

Ein Unternehmer hat in 2016 einen Gewinn in Höhe von 30.000 € erzielt (Steuerbescheid vom 30.09.2017). In 2017 erwirtschaftet er einen Gewinn in Höhe von 48.000 € (Steuerbescheid vom 05.11.2018) und in 2018 in Höhe von 44.000 € (Steuerbescheid vom 03.02.2020).

Ab dem 1. Januar 2018 muss der Unternehmer zunächst Beiträge auf Basis des Gewinns aus 2016  vorauszahlen: monatlich 365 € (14,6 % × 30.000 ÷ 12). Ab 1. Dezember 2018 erhöht sich die Vorauszahlung auf Grundlage des Steuerbescheids für 2017 auf monatlich 584 € (14,6 % × 48.000 ÷ 12). Für 2018 werden damit insgesamt Vorauszahlungen in Höhe von 4.599 € (11 × 365 € + 1 × 584 €) geleistet.

Mit dem Steuerbescheid für 2018 werden dann die Krankenversicherungsbeiträge für 2018 endgültig auf 6.424 € (14,6 % × 44.000) festgesetzt. Der Unternehmer muss also 2020 noch 1.825 € nachzahlen. Zudem werden die Vorauszahlungen angepasst.

Hinweis: Der kassenindividuelle Zusatzbeitrag und die Beiträge zur Pflegeversicherung wurden im Beispiel vernachlässigt.

Mindestbemessungsgrundlage schafft Ungerechtigkeit

Das neue Verfahren ist aber nicht so gerecht, wie es scheint, denn für Beiträge freiwillig Versicherter gibt es auch weiterhin eine Mindestbemessungsgrundlage (monatlich 2.283,75 Euro in 2018 für hauptberuflich Selbständige). Der monatliche Krankenversicherungsbeitrag beträgt daher 2018 mindestens 333,43 Euro.

Hinweis

Werden die tatsächlichen Einnahmen nicht innerhalb von drei Jahren nach Ende des jeweiligen Kalenderjahres nachgewiesen, werden Beiträge auf Grundlage der Beitragsbemessungsgrenze festgesetzt.

(Stand: 12.02.2018)

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