Zuflusszeitpunkt bei sonstigen Bezügen beachten

Tatsächlicher Zahlungszeitpunkt ist entscheidend

 

Löhne und Gehälter sind grundsätzlich in dem Kalenderjahr zu versteuern, in dem der Lohn zufließt. Dennoch gibt es Ausnahmen. Werden beispielsweise Löhne zum Monatsletzten gezahlt und fällt das Ende des Monats auf ein Wochenende, kann es passieren, dass der Lohn erst zu Beginn des neuen Monats auf dem Konto des Arbeitnehmers gutgeschrieben wird. Dennoch muss er im Vormonat versteuert werden. So muss auch der Dezemberlohn, der erst im Januar zufließt, noch im alten Kalenderjahr versteuert werden.

Bei sonstigen Bezügen gilt strenges Zuflussprinzip

Anders ist es bei einmaligen Zahlungen, wie Weihnachts-und Urlaubsgeld, Prämien oder Tantiemen, die neben dem laufenden Arbeitslohn geleistet werden. Diese zählen zu den sonstigen Bezügen. Sie werden immer in dem Kalenderjahr versteuert, in dem sie dem Arbeitnehmer tatsächlich zufließen. Wird beispielsweise das Weihnachtsgeld für 2017 erst am 5. Januar 2018 überwiesen, ist es lohn- und einkommensteuerlich dem Jahr 2018 zuzurechnen.

Zuflusszeitpunkt bei Altersvorsorgebeiträgen geklärt

Zu den sonstigen Bezügen gehören auch einmal jährlich erfolgende Zahlungen zu einer betrieblichen Altersversorgung. Auch hier kommt es auf den tatsächlichen Zahlungszeitpunkt und nicht auf das Datum des Vertragsabschlusses an. Es kommt daher auch bei einer Entgeltumwandlung eines Arbeitnehmers zugunsten einer betrieblichen Alterversorgung noch zu keinem Zufluss des sonstigen Bezugs im Dezember, wenn der Vorsorgebetrag erst im Januar an die Vorsorgeeinrichtung gezahlt wird.

Beispiel

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben am 15. Dezember 2016 eine Entgeltumwandlung zugunsten einer neu abgeschlossenen betrieblichen Direktversicherung in Höhe des jährlich maximal steuerfrei einzahlbaren Betrages (4.776 Euro in 2016) vereinbart.

Der Arbeitgeber erteilt dem Versicherungsunternehmen eine Einzugsermächtigung für die jährlich im Dezember fälligen Beitragszahlungen. Der Jahresbeitrag 12/2016 bis 11/2017 wird erst am 5. Januar 2017 abgebucht, der Jahresbeitrag für 12/2017 bis 11/2018 in Höhe von 4.848 Euro vereinbarungsgemäß im Dezember 2017.

Obwohl der Versicherungsvertrag noch 2016 abgeschlossen wurde und der laufende Arbeitslohn im Dezember 2016 vereinbarungsgemäß um 4.776 Euro gekürzt wurde, ist dem Arbeitnehmer der sonstige Bezug für das erste Beitragsjahr erst in 2017 zugeflossen. Das bedeutet, dass in das Jahr 2017 zwei Jahresbeiträge zur Direktversicherung fallen (Beiträge für 2016 in Höhe von 4.776 Euro und für 2017 in Höhe von 4.848 Euro). Damit wird in 2017 der steuerfrei einzahlbare Höchstbetrag (4.848 Euro) überschritten, so dass 4.776 Euro in 2017 als voll steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn zu erfassen sind.

Hinweis

Arbeitgeber sollten zum Jahreswechsel darauf achten, dass bei sonstigen Bezügen die Zahlungen tatsächlich vor dem Jahresende geleistet werden. Erfolgen die Zahlungen nicht rechtzeitig, kann es zu unerwünschten steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Folgen kommen.

(Stand: 14.03.2018)

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