Mit richtiger Veranlagungsform Steuern sparen

Auch Behinderten-Pauschbetrag kann geteilt werden

 

Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können bei der Veranlagung zur Einkommensteuer zwischen zwei Veranlagungsformen wählen: Zusammenveranlagung und Ehegatten-Einzelveranlagung.

Bei der Zusammenveranlagung kommt es nicht darauf an, wer von den beiden Partnern die Aufwendungen wirtschaftlich tatsächlich getragen hat, die als Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen bzw. als haushaltnahe Dienst- oder Handwerksleistungen berücksichtigt werden sollen. Grund dafür ist, dass die Eheleute bei der Zusammenveranlagung als ein Steuerpflichtiger angesehen werden. So werden Frei- und Höchstbeträge, wie z. B. der Sparerpauschbetrag oder die Kinderfreibeträge, die jedem Steuerpflichtigen zustehen, verdoppelt. Eine Ausnahme gilt für Freibeträge, für die die einzelne Person bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss, wie z. B. der Altersentlastungbetrag.

Ehepaare können aber auch die Ehegatten-Einzelveranlagung wählen. Hier werden die Partner wie unverheiratete Steuerpflichtige behandelt. Die Ehegatten-Einzelveranlagung kann sinnvoll sein, wenn Einkünfte dem Progressionsvorbehalt unterliegen, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld oder Krankengeld. Diese Einkünfte sind grundsätzlich steuerfrei, jedoch werden sie bei der Bestimmung des anzusetzenden Steuersatzes berücksichtigt. Aber auch wenn Einkünfte einem ermäßigten Steuersatz unterliegen kann es sinnvoll sein, dass die Partner die Einzelveranlagung wählen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Partner Unternehmer ist und sein Unternehmen verkauft, um in den Ruhestand zu gehen. Der vereinnahmte Veräußerungsgewinn kann dann auf Antrag mit einem ermäßigten Steuersatz veranlagt werden. Dieser beträgt 56 Prozent des durchschnittlichen Steuersatzes, der sich ergibt, wenn das gesamte Einkommen der Besteuerung zugrunde gelegt wird. Erzielen beide Partner Einkünfte, fällt möglicherweise der durchschnittliche Steuersatz erheblich höher aus, als bei der Einzelveranlagung.

Veranlagungsform kann jedes Jahr neu gewählt werden

Welche Veranlagungsform am günstigsten ist, hängt wie so oft vom Einzelfall ab. Gut zu wissen: Ehepaare können grundsätzlich jedes Jahr aufs Neue die Veranlagungsform wählen. Dabei ist es legitim, dass sie immer die Veranlagungsform wählen, die für sie die geringste Steuerbelastung bedeutet.

Bei der Ehegatten-Einzelveranlagung können die Ehepartner übereinstimmend beantragen, dass einkommensmindernde Aufwendungen, wie Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder die haushaltnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen bei jedem jeweils zur Hälfte abgezogen werden. Selbst wenn die Aufwendungen komplett vom anderen Partner getragen wurden, können sie damit jeweils zur Hälfte angesetzt werden. Die Aufteilung kann dabei nicht nur für die im Einzelnen nachgewiesenen Aufwendungen beantragt werden, sondern beispielsweise auch für den Behinderten-Pauschbetrag, wie die obersten Bundesfinanzrichter kürzlich entschieden. Der Behinderten-Pauschbetrag wird für die Mehraufwendungen gewährt, die behinderten Menschen für die Hilfe im Alltag, für die Pflege sowie für einen erhöhten Wäschebedarf entstehen. Im Gegenzug können allerdings dafür keine Einzelaufwendungen geltend gemacht werden. Die Bundesfinanzrichter begründeten ihre Auffassung mit der abgeltenden Wirkung des Behinderten-Pauschbetrags, denn wenn der Behinderten-Pauschbetrag gewährt wird, können Einzelaufwendungen nicht zusätzlich geltend gemacht werden. Zudem führten sie aus, dass der Gesetzgeber für den Pauschbetrag keine Einschränkung der Aufteilungsmöglichkeit vorgesehen hat.

 

(Stand: 02.05.2018)

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