Was Unternehmer 2018 wissen müssen

 

 

Höhere Sofortabschreibung spart Steuern

Der Schwellenwert für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) wird für ab dem 1. Januar 2018 angeschaffte bzw. hergestellte Wirtschaftsgüter von 410 Euro auf 800 Euro angehoben. GWG müssen nicht über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Vielmehr sind sie sofort und in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehbar. Durch den höheren Schwellenwert können somit mehr Aufwendungen gewinnmindernd berücksichtigt werden. Alternativ gibt es für GWG weiterhin die Sammelpostenabschreibung. Hierbei werden bei Anschaffung ab dem 1. Januar 2018 Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 Euro bis zu 1.000 Euro in einen Sammelposten eingestellt und pauschal über fünf Jahre mit je 20 % der Anschaffungskosten abgesetzt. Unternehmer können jahresweise wählen, ob sie für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 800 Euro die Sofortabschreibung oder den Sammelposten anwenden möchten. ...weiterlesen

Elektromobilität im Straßenverkehr wird steuerlich gefördert

Für die Berechnung der Privatnutzung eines auch privat genutzten betrieblichen Elektrofahrzeugs nach der 1 %-Methode (monatlich 1 % vom Bruttolistenpreis) wird der Bruttolistenpreis bei Hybridfahrzeugen durch pauschale Abschläge gemindert. Die Höhe dieses Abschlags richtet sich nach dem Zeitpunkt der Anschaffung sowie nach der Kapazität der Batterie. Bei einer Anschaffung im Jahr 2018 beträgt der Abschlag 250 Euro je Kilowattstunde Batterieleistung, maximal 7.500 Euro....weiterlesen

Kassen-Nachschau: Neue Prüfmöglichkeit des Fiskus für Bargeschäfte

Bei einer Kassen-Nachschau dürfen Finanzbeamte ohne vorherige Ankündigung die Räume des Unternehmens während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten betreten und besichtigen. Unternehmer sind verpflichtet, die Unterlagen, Aufzeichnungen, Bücher, sowie die für die Kassenführung erheblichen sonstigen Organisationsunterlagen vorzulegen, den Zugriff auf die elektronischen Daten des Kassensystems, die Übermittlung oder auch die Speicherung der Kassendaten auf maschinellen Datenspeichern zu ermöglichen und Auskünfte zu erteilen, soweit dies zur Feststellung steuerlich erheblicher Sachverhalte zweckdienlich ist. Wird der Prüfer fündig, drohen Hinzuschätzungen und Steuernachzahlungen.

Anlage EÜR

Ab dem Veranlagungszeitraum 2017 müssen alle Unternehmer, die ihren Gewinn durch eine vereinfachte Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln, die Anlage EÜR zur Einkommensteuererklärung zwingend elektronisch und authentifiziert einreichen. Diese besteht aus der eigentlichen Anlage EÜR, dem Anlageverzeichnis (Anlage AVEÜR) sowie bei Schuldzinsen von mehr als 2.050 Euro aus der Anlage Schuldzinsenabzug (Anlage SZE). Nicht mehr zulässig ist es, die Steuererklärung elektronisch zu übermitteln und anschließend den unterschriebenen Ausdruck nachzusenden. Die Anlage EÜR muss erstmals auch abgegeben werden, wenn Betriebseinnahmen von weniger als 17.500 Euro erzielt wurden. Eine tabellarische Gewinnermittlung reicht nicht mehr aus.

Neue Anzeigepflichten

Ab dem 1. Januar 2018 müssen viele Erwerbstätigkeiten, insbesondere die Art der wirtschaftlichen Tätigkeit im Ausland, mit einem amtlich vorgeschrieben Datensatz beim Finanzamt angezeigt werden. Betroffen sind beispielsweise die Gründung und der Erwerb von Betrieben und Betriebsstätten im Ausland sowie der Erwerb, die Aufgabe und Änderungen von Beteiligungen an ausländischen Personengesellschaften. Der Erwerb bzw. die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften ist anzuzeigen, wenn die Beteiligungsquote damit mindestens 10 Prozent erreicht oder die Anschaffungskosten aller Beteiligungen 150.000 Euro übersteigt. Zudem muss informiert werden, wenn auf eine Drittstaat-Gesellschaft erstmals ein unmittelbar oder mittelbar beherrschender Einfluss ausgeübt werden kann. Die Anzeige muss bis spätestens 14 Monate nach Ablauf des Besteuerungszeitraums erfolgen, in welchem die anzeigepflichtige Erwerbstätigkeit verwirklicht wurde.

Neues Beitragsverfahren für freiwillig gesetzlich Krankenversicherte

Für freiwillig gesetzlich krankenversicherte Unternehmer werden die Beitragszahlungen grundsätzlich an die persönliche Einkommensentwicklung angepasst. Ab 2018 gibt es zunächst vorläufige Beitragsvorauszahlungen auf Basis des letzten Steuerbescheids. Das bedeutet, in 2018 sind damit in der Regel Beiträge auf Basis des Bescheids für 2016 vorauszuzahlen. Sobald der Bescheid für 2017 vorliegt, werden die Vorauszahlungen ab dem nächsten Monat angepasst. Liegt der Steuerbescheid für 2018 vor, kommt es zur endgültigen Festsetzung und damit zu Nachzahlungen oder zu Erstattungen. Zu beachten ist jedoch, dass es für Beiträge freiwillig Versicherter weiterhin eine Mindestbemessungsgrundlage gibt. Diese beträgt in 2018 monatlich 2.283,75 Euro, so dass monatlich mindestens 333,43 Euro an Krankenversicherungsbeiträgen zu zahlen sind.

(Stand: 22.12.2017)

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