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Wenn Wasser im Kreis läuft

BWS Water denkt Industrieprozesse neu

Wenn Wasser im Kreis läuft
CSR & Engagement
12.03.2026 — Lesezeit: 5 Minuten

Wenn Wasser im Kreis läuft

BWS Water denkt Industrieprozesse neu

Kreislauf statt Verschwendung: BWS Water zeigt, wie industrielle Wasseraufbereitung heute mehr sein kann als Reinigung. Mit innovativen Technologien zur Wiederverwendung, Energierückgewinnung und Ressourcenschonung entstehen Lösungen, die Wasser als Wertstoff begreifen – und damit einen entscheidenden Beitrag für die Industrie von morgen leisten.

Wasser ist in der Industrie nie nur Wasser. Es ist Prozessmedium, Reinigungsgrundlage, Energieträger – und oft der stille Faktor, der darüber entscheidet, ob Produktion nachhaltig funktionieren kann.

Im ersten Artikel über BWS Water, unserem neuen Grünen Mandat, ging es um die große Perspektive rund um die Wichtigkeit von Wasser als relevantes Zukunftsthema.
Doch was bedeutet das konkret?

Wie sieht moderne industrielle Wassertechnik aus, wenn sie nicht nur Grenzwerte erfüllt, sondern vorausschaut, Kreisläufe schließt?

Die Antwort liegt in den Anlagen, die BWS Water für Branchen entwickelt, in denen Wasser unverzichtbar ist: Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Chemie, industrielle Produktion. Und in einem Ansatz, der immer wiederkehrt: Wasser endet nicht – Wasser verändert nur seinen Zustand.

Abwasser ist nicht das Ende, sondern der Anfang

Wer industrielle Abwässer betrachtet, sieht oft zuerst ein Problem: Belastung, Auflagen, Reinigung. BWS Water sieht darin vor allem etwas anderes: Potenzial. Geschäftsführer Ingo Schulte betont: „Abwasser hat so viel Potenzial, weil es eine Ressource ist.“

Denn das, was im Abwasser steckt, ist weitaus mehr als nur Schmutz. „Wir können aus Abwasser Wärme gewinnen. Wir können Metalle zurückholen. Und bei organischer Belastung können wir Biogas erzeugen.“ Damit wird aus dem, was früher einfach „entsorgt“ wurde, plötzlich ein wichtiger Baustein für nachhaltige Produktion.

Industrieabwässer verlassen Produktionsprozesse häufig mit Temperaturen, die energetisch hochrelevant sind, und doch jahrzehntelang einfach in die Kanalisation abgeführt wurden. „Die Einleitgrenzwerte liegen bei unter 35 Grad“, erklärt Ingo Schulte. „Viele Industrieabwässer kommen also mit 35 Grad in den Kanal. Das ist ein hohes Wärmepotenzial.“ Die Idee: Diese Wärme bewusst zu nutzen. Technisch geschieht das über Wärmetauscher und Sekundärkreisläufe, oft kombiniert mit Wärmepumpen, ähnlich wie bei modernen Heizsystemen, nur mit deutlich höherem Ausgangspotenzial.

Für Unternehmen bedeutet das: weniger Energieverbrauch, weniger externe Versorgung, mehr Effizienz im eigenen System. Ein weiterer Schritt hin zu geschlossenen Kreisläufen. Und damit ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Biogas aus industrieller Belastung

Noch deutlicher wird das Prinzip bei hoch organischen Abwässern, wie sie etwa in der Lebensmittelindustrie entstehen. Was früher als Belastung galt, wird heute zur Energiequelle. „Wir wandeln organische Belastungen in anaeroben Abbauprozessen zu Biogas“, sagt Ingo Schulte. Dieses Biogas kann fossiles Erdgas ersetzen: für Wärme, Produktionsprozesse oder sogar zur Stromerzeugung über Blockheizkraftwerke. Damit wird Abwasser nicht nur gereinigt, sondern genutzt.

Eine Verschiebung, auf die auch Yahko Aslan, ebenfalls Geschäftsführer von BWS Water, hinweist: „Diese Differenzierung zwischen Wasser und Abwasser ist nicht mehr zeitgemäß. Eigentlich reden wir über die Ressource Wasser in verschiedenen Formen.“

Für Yahko Aslan hat das Thema Wasser auch eine persönliche Dimension. „Wenn man sich anschaut, wie viel wir selbst aus Wasser bestehen und welche Bedeutung Wasser für Umwelt und Leben hat, wird schnell klar, wie wichtig der Schutz dieser Ressource ist“, sagt er. Genau darin sieht er auch die Motivation hinter der Arbeit von BWS Water.

Warum 90 Prozent oft die bessere Lösung sind

Nachhaltigkeit bedeutet für BWS Water konsequentes Systemdenken. Und dazu gehört auch die Frage: Was ist technisch möglich? Und was ist in der Gesamtbetrachtung wirklich sinnvoll? IngoSchulte beschreibt das so: „Man kann relativ einfach 60 oder 70 Prozent Wasser sparen. Aber die letzten 20 oder 30 Prozent des Vollrecyclings erfordern komplexe Technologien.“ Die Aufbereitung der letzten Prozentpunkte kostet oft unverhältnismäßig viel Energie und Investitionen in zusätzliche Technik. Deshalb lautet der Ansatz: Die maximale Wirkung machts!

„Es ist besser, möglichst viele Betriebe auf ein 90-Prozent-Niveau beim Wassersparen zu bringen, als einzelne Anlagen auf 100 Prozent zu optimieren und die anderen machen gar nichts“, ergänzt Yahko Aslan. Industriewassertechnik muss also die Balance halten – Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung.

Ein weiterer Kernpunkt: Industrielle Wassertechnik ist nicht seriell. „Kommunale Klärwerke sehen mehr oder weniger alle gleich aus“, erklärt Ingo Schulte, „Industriewasseranlagen sind aber sehr individuell.“ Jeder Betrieb hat unterschiedliche Anforderungen, Belastungen und Produktionsprozesse. Genau darin liegt die Ingenieursleistung von BWS Water: Systeme zu entwickeln, die exakt zum Kunden passen.

Ausblick: Wie sieht die Industrie von morgen aus?

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BWS Water verbindet moderne Technologie mit einem klaren Perspektivwechsel auf die Ressource Wasser. Yahko Aslan bringt es auf den Punkt: „Technik verschmutzt unser Wasser. AberTechnik kann dieses Problem auch wieder lösen.“  Und genau darin liegt die Hoffnung, die beide Geschäftsführer immer wieder formulieren: Wenn der Wille da ist, sind Lösungen möglich.

Wassertechnik dient der Energiegewinnung, der Kreislaufwirtschaft und nicht zuletzt der Zukunftsfähigkeit der Industrie. Damit solche Projekte langfristig erfolgreich sind, braucht es neben technischer Innovation auch wirtschaftliche Planung und verlässliche Partner. Genau hier beginnt die Arbeit im Hintergrund.

Welche Rolle dabei die steuerliche und strategische Begleitung durch Johannes Missel und die Kanzlei ETL Missel & Kollegen spielt, zeigt der nächste Artikel dieser Reihe.

 

Video-Tipp: Für diesen Artikel haben wir ein Online-Interview mit den beiden Geschäftsführern Ingo Schulte und Yahko Aslan geführt. Das Gespräch können Sie hier im Video ansehen. 

 

 

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