„Technologie muss den Menschen dienen, nicht andersherum.“
Oliver Herzig, CPO der eurodata AG im Portrait
Wenn Oliver Herzig über seine Arbeit redet, wird schnell klar: Hier spricht jemand, der seine Arbeit nicht nur gut und gerne macht, sondern auch ein klares Ziel damit verfolgt: Technologie dort zum Einsatz bringen, wo sie echten Nutzen stiftet – für Kanzleien, Mandanten und Mitarbeiter gleichermaßen.
Seit November 2024 stellt Oliver Herzig seine Begeisterung und sein Können als Chief Product Officer (CPO) der eurodata AG zur Verfügung und gestaltet dort die strategische Weiterentwicklung eines breiten, eng verzahnten Produktportfolios. Seine herausfordernde Rolle beschreibt er schlicht: Er baue Brücken – zwischen Menschen und Technologie, zwischen Teams und Zielen, zwischen Gegenwart und Zukunft der digitalen Steuerberatung.
„Ich bin genau da gelandet, wo ich hingehöre“
Geboren und aufgewachsen in Fulda, wollte Oliver Herzig ursprünglich Lehrer werden, später sogar Steuerberater. Erst durch ein Praktikum erkannte er, „dass das vielleicht doch nicht ganz das Richtige für mich ist.“, wie er offen erzählt. Stattdessen studierte er Betriebswirtschaftslehre und fand über verschiedene Stationen in der Softwareindustrie seine berufliche Heimat: „Ich bin genau da gelandet, wo ich hingehöre“ kann er heute mit Bestimmtheit sagen.
22 Jahre lang arbeitete Oliver Herzig bei einem großen Softwareanbieter und formte dort das globale Produktportfolio – mit besonderem Blick auf die Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Unternehmen. 2014 entstand der erste Kontakt zur ETL-Gruppe und eurodata – eine Begegnung, die Eindruck hinterließ. „Wenn die ETL mich mal anrufen würde – da könnte ich mir was vorstellen“, sagte er damals zu seiner Frau. Zehn Jahre später kam der Anruf.
Seither gestaltet Herzig gemeinsam mit CIO Ralf Hensel, CFO Axel Otto und dem Vorstandsvorsitzenden Markus Reithwiesner die technologische Ausrichtung des Unternehmens. Dazu gehören Softwareentwicklung, Produktmanagement, Support, Vertrieb und Marketing. Mit mehr als 600 Mitarbeitenden, eigenem Hochsicherheitsrechenzentrum und stark integrierten Softwarelösungen bildet eurodata das technische Rückgrat vieler ETL-Kanzleien – von Finanzbuchhaltung über Lohn bis Kanzleiorganisation und Beratung.
Angekommen in einem starken Netzwerk
eurodata gestaltet seit über sechzig Jahren maßgeblich die Digitalstrategie von Deutschlands führender Steuerberatungsgruppe ETL. Hierbei liegt der Fokus ganz klar darauf, digitale Lösungen für kleine Kanzleien zu entwickeln – nicht für Großstrukturen, wie viele andere Wettbewerber auf dem Markt. „Das ist eine völlig andere Denke“, sagt Herzig. „Wir sind nah an den Kanzleien und im ständigen Austausch mit ihren Leitern. Das schafft Nähe, die man nicht künstlich erzeugen kann.“
Seit seinem ersten Arbeitstag spürt er: Der Wechsel zur eurodata war goldrichtig. Die offene Kultur, die fachliche Tiefe und die Identifikation der Mitarbeitenden beeindrucken ihn. „Für eine Führungskraft ist so etwas ein Glücksmoment“, sagt er. Besonders beeindruckend war für ihn der ETL Partnertag 2024 in Hamburg: Herzigs erste Begegnung mit der Größe der ETL-Familie verbunden mit einhellig positivem Feedback auf seine Arbeit: „Viele Kanzleileiter berichteten mir, wie stark sie von der Zusammenarbeit mit eurodata profitieren.“
Heute sucht Herzig regelmäßig den fachlichen und persönlichen Austausch in Expertenrunden, Workshops und bei Kanzleigesprächen– immer mit dem Ziel, Produkte zu entwickeln, die einen echten Nutzen bringen und im Arbeitsalltag wirklich helfen. „Technologie“, so sagt er, „muss den Menschen dienen. Nicht umgekehrt. Nur dann schafft sie einen Nutzen, der langfristig weiterbringt.“
Brückenbauer zwischen Strategie, Technologie und Kanzleialltag
Oliver Herzig versteht sich als Übersetzer zwischen technischer Machbarkeit, wirtschaftlicher Relevanz und dem Alltag einer Steuerkanzlei. „Technologie soll funktionieren und dabei möglichst unsichtbar bleiben“, betont er und ergänzt: „Für die meisten Mandanten und auch viele Kanzleimitarbeitende ist Technologie nur Mittel zum Zweck – sie muss funktionieren und im Hintergrund bleiben.“ Sein Job ist es, auf beiden Seiten Verständnis herzustellen: den genauen Bedarf in die Produktentwicklungsteams zu tragen und zugleich ein Verständnis für die technologische Seite bei den Kanzleien zu schaffen.
Erfolg heißt für ihn nicht allein technologische Exzellenz, sondern deutlich spürbare Entlastung: „Wenn eine Kanzlei sagt: ‚Der Umstieg hat sich gelohnt – wir arbeiten jetzt effizienter‘, dann weiß ich: Der Plan geht auf.“
KI als Schlüsseltechnologie – aber nicht als Ersatz des Menschen
In Zeiten wie diesen, in denen Digitalisierung, Fachkräftemangel und steigende Komplexität die Branche prägen, setzt Oliver Herzig gemeinsam mit der eurodata auf das Zukunftsthema Nummer eins: Künstliche Intelligenz. Ein Thema, welches auch in der Steuerberatung ebenso hoffnungsvoll wie sorgenvoll betrachtet wird. Herzig kennt die besonderen Herausforderungen, die nicht nur rein technischer Natur sind. Für ihn ist klar: Künstliche Intelligenz wird die Steuerberatung verändern, jedoch den Menschen nicht ersetzen: „Beratung braucht Wissen, Empathie und Kommunikation. KI kann vorrangig beim regelbasierten Abarbeiten unterstützen und entlasten.“
eurodata kann KI für Steuerberater dank eigener Infrastruktur sicher und rechtskonform nutzbar machen. Das eigene Hochsicherheitsrechenzentrum garantiert die Verarbeitung der vom Berater eingespeisten Informationen in einem rechtssicheren Rahmen. „Ein Steuerberater dürfte sensible Daten niemals in ein öffentliches KI-Tool eingeben – das wäre berufsrechtlich ein absolutes No-Go.“
Mit Lösungen wie edscan, digitalem Belegbuchen, dem internen ETL Chatbot und bald dem Virtuellen Mitarbeiter zeigt eurodata, wie KI im Kanzleialltag konkret entlasten kann. Automatische Belegerkennung und Trennung, Buchungsvorschläge oder Assistenzfunktionen schaffen Freiräume für die individuelle Beratung von Mensch zu Mensch.
Der Spaß bei der Sache
Oliver Herzig lebt Optimismus und eine ausgeprägte „Can-do-Mentality“, wie er selbst zu sagen pflegt. „Ich bin so ein Typ, der steht morgens auf und hat gute Laune – sehr zum Leidwesen meiner Frau“, erzählt er lachend. Auch als Führungskraft setzt er auf eine Mischung aus Offenheit und Klarheit. „Ich verstelle mich nicht. Say what you do and do what you say.“
Das Beste an seinem Job? Zu sehen, wohin es geht! Ob ein abgeschlossenes Produkt oder die Entwicklung seiner Mitarbeitenden – der Blick auf den gemeinsamen Weg und ein sauberer Zieleinlauf erfüllen ihn mit Stolz.
Und vielleicht erklärt exakt dieses Mindset, warum Oliver Herzig bei eurodata so schnell und gut angekommen ist: Hier kann er tun, was er am besten kann: Technologie in Nutzen verwandeln und Menschen voranbringen.
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