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Was wir sehen – und was wir übersehen
Wie der Diversity-Tag 2026 bei ETL Vielfalt weiterdenkt
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Was wir sehen – und was wir übersehen

Wie der Diversity-Tag 2026 bei ETL Vielfalt weiterdenkt

Am 19. Mai war Deutscher Diversity-Tag. Seit dem Beitritt zur Charta der Vielfalt im Jahr 2022 nutzt die ETL-Gruppe den bundesweiten Aktionstag, um Vielfalt innerhalb der Gruppe sichtbar zu machen.

Schon vor dem Tag selbst zeigte die ETL-Gruppe Flagge: Wie im vergangenen Jahr griffen viele ETL-Kanzleien die Farben der Diversity-Kampagne auf und passten ihre Logos auf den Webseiten an. Auch auf etl.de ziehen sich die bunten Kacheln in den Farben der ETL-Gruppe durch das Design und setzen ein sichtbares Zeichen für Vielfalt innerhalb der Gruppe.

Im Berliner ETL-Center lag der Fokus diesmal auf dem Arbeitsalltag: auf Wahrnehmung, auf unbewussten Denkmustern, Unconscious Biases. Ein unsichtbarer, aber spannender Aspekt von Vielfalt.

Vielfalt Diversity Tag ETLKolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen des ETL-Centers kamen gleich morgens in lockerer Atmosphäre zusammen, tauschten sich aus. Das Startsignal gaben die beiden ETL-Service-Geschäftsführenden Nadine Lais und Martin Lehmann: „Im Alltag läuft Vieles automatisch. Wir haben oft das Gefühl, dass wir Dinge ganz klarsehen. Dabei vergessen wir aber manchmal, dass wir von unseren eigenen Erfahrungen und Gewohnheiten geprägt sind. Der Tag heute erinnert uns daran, dass es viele Perspektiven gibt“, führte Nadine Lais aus. Daran schloss Martin Lehmann an: „Begegnungen wie heute bringen eine neue Dynamik in den Alltag und stärken unsere Wahrnehmung für verschiedene Perspektiven.“

Genau das geschah vor Ort: Menschen hörten zu, reagierten aufeinander. Welche Wirkung solche Momente haben – und wie stark unbewusste Denkmuster Zusammenarbeit, Kommunikation und Entscheidungen beeinflussen – zog sich wie ein roter Faden durch den Diversity-Tag 2026 im Berliner ETL-Center.

Vielfalt weiterdenken

Während der Diversity-Tag 2025 die Vielfalt innerhalb der ETL-Gruppe sichtbar machte, lag der Fokus in diesem Jahr noch stärker auf dem Arbeitsalltag selbst: Was bedeutet Vielfalt eigentlich für Zusammenarbeit und den täglichen Umgang miteinander?

Vortrag Juliane Schluesener Vielfalt

Um diese Fragen zu beantworten, führte Juliane Schlüsener, Trainerin Personalentwicklung, die ETL-Mitarbeitenden in ihrem Vortrag „Was du (nicht) siehst – Unconscious Bias im Job erkennen und verändern“ auf eine gedankliche Dienstreise mit zahlreichen Begegnungen. Das Ergebnis: Unbewusste Denkmuster beeinflussen unseren Blick stärker, als uns bewusst ist. Sie entscheiden mit, welche Ideen wir schneller aufnehmen, welche Einschätzungen wir spontan überzeugend finden und welchen (inneren) Stimmen wir intuitiv höhere Aufmerksamkeit schenken – auch  im Arbeitsalltag. Menschen greifen auf Erfahrungen zurück, erkennen bekannte Muster und treffen innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen. Nicht absichtlich. Aber oft spürbar.

„Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir viel besser damit umgehen und anders reagieren. Zum Beispiel, indem wir gedanklich einen Schritt zurücktreten und die Situation von außen betrachten, unsere Wahrnehmung herausfordern und Urteile sowie Entscheidungen bewusst hinterfragen“, erläuterte die Trainerin.

Für eine Unternehmensgruppe wie ETL ist dieses Wissen wertvoll. Mit über 14.300 Mitarbeitenden, mehr als 950 Kanzleien und über 1.400 Standorten weltweit treffen täglich viele unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen aufeinander. Die vielfältigen Perspektiven bewusst einzubeziehen, schafft Mehrwert – für ETL – ebenso wie für die Kunden.

Vielfalt greifbar machen

Gelegenheit für Selbstreflexion bot auch die interaktive Kachelwand mit der Überschrift „Viele Perspektiven. Gemeinsam stark.“. Zwanzig Aussagen rund um individuelle Wahrnehmung, Zugehörigkeit und persönliche Erfahrungen luden alle Teilnehmenden dazu ein, Punkte dort zu vergeben, wo jede Person sich selbst wiederfindet. Die Aussagen reichten dabei von „Ich kenne das Gefühl, irgendwo neu zu sein.“ bis „Ich habe einen ungewöhnlichen Lebenslauf“.

Vielfalt bewusst wahrnehmen

Der Diversity-Tag 2026 hat gezeigt: Vielfalt wird besonders dann wirksam, wenn Menschen bereit sind, die eigene Perspektive zu hinterfragen und andere Sichtweisen bewusst einzubeziehen. Genau darin liegt eine große Stärke der ETL-Gruppe – in der wertschätzenden Zusammenarbeit und der individuellen Beratung ihrer Mandanten. „Solche Tage, Gespräche und Denkanstöße fördern Selbstreflexion. Das ist der wichtigste Schritt auf dem Weg, bewusstere – und damit bessere – Entscheidungen zu treffen“, so Juliane Schlüsener.