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13.04.2022

Die nächste Generation von Windkraftanlagen rotiert vertikal: German Sustainables im Portrait

Für den Wohlstand der Zukunft ist die Energieversorgung der zentrale Faktor. Die aktuellen Ereignisse in der Welt beweisen: Deutschland muss nachhaltiger und unabhängiger bei der Energieversorgung werden. Das ist nicht zuletzt eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung im Sinne eines lebenswerten Planeten. Das Unternehmen German Sustainables aus Schleswig-Holstein hat sich mit ganzer Kraft dieser Aufgabe verschrieben. Dafür ist es von der ETL-Gruppe mit dem ersten „Grünen Mandat“ ausgezeichnet worden.

Seit 2018 ist das im hohen Norden beheimatete Unternehmen Entwickler und Hersteller neuartiger vertikaler Windturbinen in der MW Klasse, welche in Herstellung, Transport, Aufstellung und Betrieb nachhaltig sind. Windräder sind ein essentieller Bestandteil der Energiewende, weg von fossilen Energieträgern. Die von German Sustainables entwickelte „Vertikal-Windkraft-Technik“ der dritten Generation „ermöglicht mit geringem Flächenverbrauch, geringer Bauhöhe, hoher Standsicherheit, geringen Transportkosten, niedrigem Wartungsaufwand und hohem Wirkungsgrad die wirtschaftliche Energiegewinnung“, wie die Gründer Claus Colling und Hans-Jürgen-Brandt berichten.

Der ehemalige Flugkapitän Claus Colling (technischer Leiter bei German Sustainables) sowie der Luft- und Raumfahrtingenieur und Professor Strömungsmechanik Prof. Dr. Ing. Volker Kassera forschen bereits seit über elf Jahren zu unbegrenzt verfügbaren und kostengünstigen Energiegewinnungstechniken, die unabhängig von geologisch herausfordernden Umgebungen oder klimatischen Extrembedingungen zur Anwendung kommen können. Ihre Erkenntnisse und ihre tiefe Überzeugung, dass die Energieprobleme der Zukunft heute schon umweltschonend gelöst werden können, fließen in die ehrgeizige Firmenphilosophie von German Sustainables ein. Der Bankbetriebswirt und Investmentbanker Hans-Jürgen Brandt komplementiert das Kernteam als Chief Executive Officer.

Die Anlagen der German Sustainables fungieren als komplementäre Technologie zur etablierten Windkrafttechnik und sollen da zum Einsatz kommen, wo sich klassische Anlagen nicht rentabel betreiben lassen. „Unser Unternehmen hat eine Windturbine entwickelt, die spezifisch für die Anwendung sowohl in der ‚Dritten Welt‘ als auch für Zentraleuropa konstruiert wurde“, betont Colling. „Wir gehen also gezielt dahin, wo die Energieproduktion bisher teuer oder unwirtschaftlich war und sich klassische Anlagen nicht rentabel betreiben lassen“, so der ehemalige Flugkapitän.

Auf einen Blick

1. Materialherkunft und -beschaffenheit der GS-1000NT Wind-Turbine
– Verwendung niedrig legierten Stahls mit geringem Anteil rarer Legierungsbeimischungen und hohem Anteil recycelter Werkstoffe (Schrott)
– Nutzung von Solarstrom aus der PV-Anlage auf den eigenen Hallendächern (6.000m²) in der Herstellung
– Ziel: Bezug der Zulieferteile aus regionalen Quellen für Nachhaltigkeit u.a. beim Transport
– seewasserbeständige Aluminiumlegierung: Da keine Luftfahrtzertifikate für die Halbzeuge aus Aluminium benötigt werden, kann diese Legierung auch aus recycelten Grundstoffen bestehen
– keine Notwendigkeit von Schutzanstrichen bei fertigen Bauteilen aufgrund der hohen Korrosionsbeständigkeit
– Keine Emissionen von Luftschadstoffen aus Verdünnern und Lacken

2. Arbeitsbedingungen
Ein Werk für die Herstellung der Triebflügel befindet sich im Bau. Ein wesentliches Augenmerk gilt dabei:
– der Vermeidung von Emissionen, Lärm, Luftschadstoffen
– der Rückführung von Produktionsabfällen in den Rohstoffzyklus
– dem Einsatz modernster, schallisolierter Maschinen für die technologisch geringstmögliche Lärmemission an den Arbeitsplätzen
– einer sozialverträglichen Arbeitsumgebung
– einer übertariflichen, genderunabhängigen Bezahlung
– Weiteres Ziel: E-Mobile für Arbeitnehmer, die während der Arbeitszeit von der firmeneigenen Ladeinfrastruktur (bis 2029) steuerfrei „betankt“ werden können

3. Umweltschonung und Sozialverträglichkeit
– geringster Flächenverbrauch
– kaum Vogel- oder Fledermaustod
– geringste Lärmerzeugung
– reduzierter Schattenwurf – stark verringerter optischer Störeffekt
– keine Notwendigkeit für besondere Verkehrsinfrastrukturen
– hoher Recyclinggrad von über 95%

4. Ressourcen-Schonung
– keine Verwendung „Seltener Erden“ (z.B. in den Generatoren)
– keine Verwendung von Faserverbundwerkstoffen, welche nicht recycelt werden können
– geringster Materialeinsatz (z.B. Stahl für die Gittertürme)
– Rückführung von Fertigungsabfällen in den Rohstoffzyklus
– überwiegend aus der Kreislaufwirtschaft entstammende Rohmaterialien
– angestrebte Nutzungsdauer: 25 Jahre
– anvisierte Gesamtrecyclingquote der GS-1000NT Wind Turbinen: über 95%

In diesem Jahr will das Unternehmen mit seiner „Vertikal-Windkraft-Technik“ der dritten Generation in den Bereich des Markteintritts gelangen. Zudem wird in Schleswig-Holstein die Referenzanlage für die erste sozialverträgliche vertikale Windkraftanlage fertiggestellt, verkündet Hans-Jürgen Brandt. „Wir werden unseren Beitrag leisten, so dass wir die Bereiche Mobilität, Wasserstoffproduktion und alle anderen, die eine dezentrale Energieversorgung benötigen, bestmöglich abdecken können“, davon ist Brandt fest überzeugt.

Die Auszeichnung mit dem Grünen Mandat der ETL-Gruppe verleiht den Windkraft-Pionieren dabei ordentlich Rückenwind.

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